

SOMMER PALAST |
| Die Chinesen nennen ihn gar nicht Sommerpalast, sondern "Garten des Friedens und der Harmonie im Alter". Den im Westen bekannten Namen erhielt die 290 qkm große Anlage mit Berg und See von den westlichen Diplomaten, die zum Ende der Qing-Dynastie immer häufiger und den ganzen Sommer über in den Nordwesten der Stadt pilgern mußten, wenn sie eine offizielle Angelegenheit mit dem Hof zu klären hatten. Denn die schon alte Kaiserinwitwe Cixi, die de facto das chinesische Reich regierte, zog sich immer häufiger hierher zurück, um der Pekinger Sommerhitze zu entgehen – in | |
| ihrem Garten. Diese künstlich angelegte Landschaft weist alle Elemente der chinesischen Gartenarchitektur auf: Wasser, Felsen und Pflanzen. Den größten Teil des Wassers macht der Kunming-See aus, der zwar nur rund zwei Meter tief ist, aber dafür die weite Horizontale bildet, das yin-Element, das auch das Weibliche symbolisiert. Der Berg, am Ufer aufragende Felsen und Pavillons bilden das kontrastierende yang-Element, das Männliche. Nur in ihrer Synthese, der perfekten Harmonie, entsteht ein befriedigendes Ganzes. Auch die Pflanzen stehen nicht zufällig in einem chinesischen Garten, sondern werden gezielt ausgewählt und in eiem bestimmten Rhythmus positioniert, damit ein Bild entsteht. Dieses bleibt in der Grundstruktur zwar gleich, verändert sich aber dennoch das ganze Jahr über, da die Pflanzen auch nach Blüte- und Fruchtzeiten sorgfältig arrangiert werden. Durch Wege, Stege und Brücken werden die Besucher durch dieses dreidimensionale Bild zu bestimmten Vistas geleitet, die wiederum mit anderen Kunstformen korrespondieren. Maler zeichnen sie, Dichter beschreiben sie in Versen, jeder zitiert jeden. |
![]() |
![]() |
|


Reise in China organisiert Ihre Chinareise!



